INNOVATIONSPROJEKTE

In 19 Innovationsprojekten (light) entwickeln Unternehmen – gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen – neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen.

Förderkriterien

INNOVATIONSPROJEKTE

  • Mindestanzahl 3 KMU · grenzüberschreitend
  • Budget ca. 270.000 Euro (Förderquote: 50%)
  • Laufzeit max. 2 Jahre
  • Projektpartner sind wesentlich KMU vernetzt mit wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Gefördert werden Personalkosten und Kosten für Leistungen Dritter (externe Dienstleistungen)

INNOVATIONSPROJEKTE LIGHT

  • Mindestanzahl 2 KMU · grenzüberschreitend
  • Budget 135.000 Euro (Förderquote: 50%)
  • Laufzeit max. 2 Jahre
  • Gefördert werden Personalkosten und Kosten für Leistungen Dritter (externe Dienstleistungen)
  • Optional: Einbindung einer Forschungs- oder Bildungseinrichtung

THEMENFELDER

Themenfelder_1

Ernährungssicherheit

→ TinPro – Reinventing TVP with Textured Insect Protein

Der deutsche Botschafter in den Niederlanden gemeinsam mit Max Kraemer von der Bugfoundation GmbH. © Joerg Sarbach

Basierend auf der Vision, Insekten als nachhaltiges, nahrhaftes und gesundes Lebensmittel auch in Europa alltagstauglich und beliebt zu machen, ist das Ziel des Projektes, insektenbasierte Lebensmittelrohstoffe zu entwickeln, anzuwenden und für die Anwendungsprodukte einen standardisierten Produktionsprozess zu entwickeln. Das Projekt gliedert sich in drei Teile, wobei Teil eins die reine Entwicklung des Rohstoffes mit einem niederländischen Produzenten beinhaltet. Teil zwei fokussiert sich auf die Anwendung des in Teil eins entwickelten Rohstoffes. Hierbei sollen Endprodukte für den europäischen Markt entstehen, wie beispielsweise ein Burgerpatty auf Insektenbasis oder andere Fleischersatzprodukte. Im Vergleich zu frischen, zermahlenen Insekten bietet ein bereits verarbeiteter Rohstoff entscheidende Vorteile sowohl in Bezug auf sensorische Eigenschaften als auch auf die Prozesseigenschaften. So lassen sich haltbare und lagerfähige Produkte mit hoher sensorischer Qualität herstellen, die als nachhaltige Proteinquelle attraktiv sein können. In Teil drei des Projektes soll ein standardisierter Produktionsprozess entwickelt werden, der es erlaubt die entwickelten Produkte in großem Stil zu produzieren. Während des gesamten Projektes und auf jeder Stufe wird zusätzlich an einem geeigneten Qualitäts- und Hygienemanagement gearbeitet.

→ Tierwohlsteuerung in RAS und Race Systemen

Intelligent Fish Monitoring, © Copyright MonitorFish GmbH

Ziel dieses Projektes der MonitorFish GmbH ist die Integration eines automatisierten Monitoringsystems in das Steuerungskonzept von RAS und RACE-Systemen für die Aquakultur. Später soll dieses auch in Teich- und Offshore-Systeme integriert werden. Dieses Monitoringsystem ermöglicht die Analyse des Tierwohls mittels neuronaler Netzwerke zur Datenanalyse, cloudbasierter Software und speziell angepasster Hardware. Beide Systemarten benötigen eine frühzeitige und vorausschauende Einschätzung des Anlagenzustandes und des Tierwohls, wodurch Probleme sehr früh erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, bevor Gefahren für die Aquakulturorganismen drohen. Hierfür werden physikochemische und bildsensorische Daten mittels intelligenter Algorithmen verknüpft, ausgewertet und entsprechende Aktoren können gesteuert werden.

→ Upscaling / Industrialisierung von mobilen Geflügelställen und Entwicklung eines innovativen Fütterungssystems zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung / Recycling der Landwirtschaft

Der niederländische Partner Fladderfarm mobiel arbeitet mit dem deutschen Partner Fienhage Poultry-Solutions GmbH und dem niederländischen Partner Ivanhoe Management zusammen. Fladderfarm hält Hühner in einem selbst entwickelten mobilen Geflügelstall. Fienhage Poultry-Solutions GmbH produziert bis heute ausschließlich traditionelle Geflügelställe, während in Deutschland eine starke Nachfrage nach mobilen Geflügelställen besteht (von öffentlicher Seite wird deren Anschaffung mit 40 % Investitionsbeihilfe unterstützt). Das Konzept der mobilen versorgernetzunabhängigen Ställe mit neuer Fütterungsanlage basiert auf der Mehrwertstrategie. Es entspricht damit den Erfordernissen der Geflügelwirtschaft, einen Beitrag zum Wandel in der Landwirtschaft zu leisten. Die neue Fütterungsanlage funktioniert nach dem Prinzip stärker geschlossener Kreisläufe. Ivanhoe Management verfügt über entsprechendes Know-how mit der Einführung neuer Geschäftsmodelle, setzt gesellschaftliche Wünsche in der Praxis um und stellt die Kenntnisse für das Konzept und die künftige Einführung innerhalb von Europa zur Verfügung. Die Beteiligten werden die professionelle Ausgestaltung des Machbarkeitsnachweises („Proof of Concept“) weiterführen, den aktuellen Prototyp weiterentwickeln, dessen Produktion in industriellem Maßstab einleiten, um eine effiziente und effektive Massenproduktion zu ermöglichen, und werden das Produkt vermarkten.

Themenfelder_2

Nachhaltige Lebensmittel

→ Verwertung zuckerreicher Restströme aus Bioraffinierieprozessen

Der Leadpartner Biorefinery Solutions BV entwickelt Bioraffinerieprozesse insbesondere für Restströme aus der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie. Von Ihnen wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Zwiebelresten ein eiweißreiches Produkt und Ballaststoffe mit interessanten (Geschmacks-)Eigenschaften isolieren lässt. Dieses Verfahren wurde im Laufe des Jahres 2017 in kleinem gewerblichen Maßstab ausgeführt, um ein Erzeugnis für potenzielle Abnehmer aus der Lebensmittelindustrie herzustellen. Mittlerweile wurde bereits ein erster Abnahmevertrag geschlossen. Bei hinreichendem Marktinteresse wird anschließend eine Einheit zur Herstellung in großem Maßstab (>60 Tonnen pro Woche) gebaut. Damit wird der Zwiebelreststrom, der bislang kostenpflichtig entsorgt werden musste, einer zusätzlichen Nutzung zugeführt.

In der heutigen Form besteht der Reststrom aus einer kohlenhydratreichen Flüssigkeit, die nicht wiederverwendbar ist und als Abwasser mit hohem chemischen Sauerstoffbedarf in die Kanalisation eingeleitet wird. Die Biorefinery Solutions BV führte eine kleine Machbarkeitsstudie in Phase I durch, in deren Rahmen geprüft wurde, ob sich die Zucker im Strom in Produkte mit einem Zwiebelaroma umwandeln lassen, die der Lebensmittelindustrie verkauft werden können. Die ersten technischen Erkenntnisse und Laborergebnisse laden dazu ein, in einer Folgestudie nicht nur den Reststrom der Zwiebelraffinerie, sondern auch andere vergleichbare Raffinerierestströme, wie z. B. die von Rosenkohl und Kohl zu untersuchen, die ebenfalls Zucker in extrahierbaren Mengen enthalten. Folgende Aspekte sind Gegenstand der Untersuchung:

  1.  die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Extraktion und Reinigung von Zucker (Monosaccharide wie Glucose und Polysacharide wie Pektin oder Inulin) aus den Restflüssigkeiten. Dabei muss für die Zucker aus der Zwiebel der Geruch erhalten bleiben, während die Kohlerzeugnisse hingegen geruchsfrei sein sollten. Gleichzeitig müssen jedoch die „unerwünschten Komponenten“ aus dem Raffinerieprozess entfernt werden.
  2.  Durchführung von Tests an den extrahierten Produkten hinsichtlich ihrer technischen Verarbeitbarkeit und ihrer Eigenschaften (Aufgabe des deutschen Projektpartners)
  3. Entwicklung neuer (gesunder, aromatisierter) Produkte (Ballaststoffe) und Test dieser Produkte auf Akzeptanz der Verbraucher

→ eAlgae.2 – Behandlung von Algen mit gepulsten elektrischen Feldern (PEF)

In the frame of the project eAlgae.2 the German partner Elea Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft and the Dutch partner Algae Holland B.V. work on Pulsed Electric Field (PEF) treatment of algae. During the last months trials were performed and showed promising results, where the project partners see potential.

The application of Pulsed Electric Fields (PEF) is already well implemented in potato and juice industry. The main aim of this project is to develop a new area of application for the technology focusing on the implementation of PEF system in algae processing. This includes the development of a new process, named PEF assisted algae processing. Therefore, growth stimulation and the extraction of different valuable components are considered. Nowadays, the demand of algae products, such as fatty acid or amino acids, is increasing and therefore, the market is growing. Within the project Spirulina and Chlorella are analyzed.

Elea as the world leading supplier of PEF units has a broad knowledge in installing industrial PEF systems. Moreover, because of strong R&D department, Elea is also an expert in finding the correct parameters for the PEF treatment and analyzing the final product. In cooperation with Algae Holland, who is expert in Algae processing a perfect team has been built for the project.

→ Foie Royale - eine konkurrenzfähige Alternative zur Foie Gras

In diesem Projekt geht es um die technische Entwicklung eines industriellen Produktionsprozesses zur Herstellung von Foie Royale – ethische Foie Gras.

Die rechtliche Gegebenheit: In Deutschland und in 15 weiteren Mitgliedstaaten in der EU ist die Produktion von Stopfleber verboten, ebenso in der Schweiz, Großbritannien, Australien, Indien, Argentinien, Israel und den Vereinigten Staaten. Die Produktion verstößt gegen die EU-Richtlinie 98/58CE, zum Schutz von Tieren auf Zuchtfarmen.

GMT GmbH beabsichtigt die Produktion eines Produktes aus Gänse- bzw. Entenfett und -leber, aus einer artgerechten Aufzucht (im Gegensatz zur Stopfmast). Die Grundformulierung mit dem Namen Foie Royale (angelehnt an Foie Gras) wurde bereits im kleinen Maßstab durch eine Machbarkeitsstudie im Rahmen von Food 2020 entwickelt und Foie Royale stimmt dabei in allen seinen organoleptischen Eigenschaften mit denen eines Produktes aus Stopfleber überein.

 

→ Lobster Snack

The project team wants to develop a lobster snack for the European quick service restaurant market. The first focus will be on the European quick-service restaurant market. The restaurant business is changing more and more to convenience and fast delivery. In France for example, the traditional restaurant business is either shrinking or mature (10% growth in 10 years), compared to the quick-service restaurants/fast food sector (39%).

Even though the size of both segments is about the same, 43% of all seafood is sold through the traditional restaurant business, compared to 12% for Fast Food. The goal is to develop a sustainable innovative new lobster snack with an amazing taste and a wide variety of possible application options in different foodservice outlets. Therefore, the use of side streams in lobster processing is being investigated within the project as well.

→ Circular flavors: Natural Ingredients produced from food industry side streams

Circular flavors ©Greencovery B.V.

This partnership seeks to implement a new method to locally produce natural flavors from food industry side streams. In a previous collaboration between the two companies, the method was proven to work for a promising natural ester and the value chain of the raw materials was identified. Greencovery has identified a source for the natural carboxylic acid from a food industry side stream and Axxence owns a natural source of the selected alcohol. These two raw materials are combined with Greencovery’s technology that uses green solvents and the flavors produced at a competitive market price. By using this technology, a well-known natural flavor can be produced in a sustainable process that implements the circular economy principles and reduces CO2-emissions. In this project, we aim to scale up the technology and produce samples that can be tested for purity, natural origin and market applications. The project is divided in three different work packages in which additional knowledge of third parties is used to facilitate the scaling up of the technology. The end goal of the project is to validate the calculated market price and purity of the produced flavors.

 

→ Animus

Es gibt Tausende Sorten Saatgut für jede Kulturpflanze und zahllose unterschiedlich strukturierte Landwirtschaftsbetriebe. Eine von vier Ernten fällt geringer aus oder misslingt. Es gibt einfach zu viele Parameter, die über den Erfolg entscheiden.

Dieses Problem wollen wir angehen, wir wollen das optimale Saatgut für den Landwirtschaftsbetrieb auswählen, die Menge an eingesetzten Mitteln und verrichteter Arbeit minimieren und den Ertrag maximieren. Unser Ziel ist eine Umsatzsteigerung von 25 %; das heißt, dass ein durchschnittlicher Betrieb pro Ernte mit einem zusätzlichen Umsatz von etwa 100.000 EUR rechnen kann und gleichzeitig nachhaltiger wirtschaftet.

Das erste Ziel besteht darin, sämtliche relevanten Daten zusammenzutragen. Wir setzen Sensoren zur Messung von 20 verschiedenen Umgebungsparametern ein und erfassen detaillierte landwirtschaftliche Informationen anhand von Fragebögen, Fotos, Daten zur lokalen Witterung/zu Vorhersagen, Geolokalisierung sowie Gartenbaudaten zu den einzelnen Kulturpflanzen.

Anschließend analysieren wir diese Daten und erstellen damit KI-Modelle. Anhand dieser Modelle sind wir in der Lage, das beste Saatgut für den jeweiligen Landwirtschaftsbetrieb auszuwählen und jedem Landwirt über eine Mobil-App in Echtzeit personalisierte Versorgungsempfehlungen zu geben.

Unser Angebot richtet sich sowohl an Produzenten und Vertriebsunternehmen für Saatgut als auch an Landwirte. Wir unterstützen Hersteller bei der Produktion des richtigen Saatguts, Vertriebsunternehmen bei der Verringerung der Vertriebskosten bei gleichzeitiger Bindung von Neukunden sowie Landwirte bei der Steigerung von Ertrag und Gewinn.

 

 

Themenfelder_3

Lebensmittelsicherheit

→ AllerGoFree

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Allergenminderung in Früchten.

→ InnoMi - Innovative Milk

The aim of the project is to produce a shelf stable minimally processed milk. Currently, the heat treatment (pasteurization or sterilization) is a standard method to extend the shelf life of milk. The high temperature reduces and destroys the microbial concentration and allows a certain shelf life of the milk, but also reduces the bioactive components. PEF (Pulsed Electric Fields) is already successfully used in the juice industry to gently extend the shelf life. By exposing the product, e.g. milk or juice, to an electric field of high voltage, the microorganisms in the product will be destroyed. The principle of the technology is called electroporation causing a poration of microorganism’s membrane leading to cell death. Due to the fact that the temperature increase during the PEF treatment is very low, the thermal influence on the product is small. Therefore, the PEF technology allows production of shelf stable product minimal influencing the quality of the product.

Milk as a healthy product has different physical and also microbiological characteristics compared to juice. The focus of this project is to design a PEF process for extending the shelf life of raw milk and preserving its healthy character, but also its functionality to allow a further processing of milk, e.g. cheese or yoghurt.

Themenfelder_4

Gesunde Lebensmittel

→ NIGHTBITE

Arbeit in der Nacht ist ungesund. Laut einem Bericht des niederländischen Gesundheitsrats aus dem Jahr 2017, dem eine umfangreiche Literaturrecherche zugrunde lag, besteht nachweislich ein Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Schlafstörungen. Eine mögliche Ursache für das erhöhte Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes besteht darin, dass nachts gegessen wird. Wenn in Zeiten gegessen wird, die laut biologischer Uhr in unserem Körper nicht optimal sind, kommt es zu erhöhten Blutzuckerspiegeln und Insulinwerten und damit zu einer Vorstufe des Diabetes. Länger anhaltende oder häufige erhöhte Blutzuckerspiegel führen zu mehr AGEs (Advanced Glycation Endproducts), und das erhöht das Risiko von Kreislauferkrankungen. Jüngste Untersuchungen von Chrono@Work haben gezeigt, dass Nachtarbeiter mit der Zeit durchschnittlich mehr AGEs akkumulieren als Tagarbeiter. Auch der Fetthaushalt, und hier insbesondere die Konzentration von Triglyceriden im Blut, ist nach dem Essen in der Nacht gestört. Die Entwicklung von NIGHTBITE (ein gesundheitsbewusstes Ernährungskonzept für Nachtarbeiter) soll zu einer Gesundheitsverbesserung beitragen, indem die Risiken des Essens zu einer falschen biologischen Zeit verringert werden.

 

Hohe Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fetthaushalt sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Das bedeutet, dass wir nicht nur einbeziehen müssen, was und wie viel gegessen wird, sondern auch zu welchem Zeitpunkt die Nahrungsaufnahme erfolgt. Am besten wäre es eigentlich, nachts überhaupt nichts zu essen (in der Chronobiologie wird dies auch als „Time Restricted Feeding“ bzw. als „zeitlich beschränkte Ernährung“ bezeichnet), das ist aber für die meisten Nachtarbeiter nicht realistisch. Neben der physischen Belastung in der Nacht und der begrenzten Zeit, die für die Nahrungsaufnahme zur Verfügung steht (tagsüber wird geschlafen), sorgt auch Ermüdung dafür, dass gerade nachts ein Bedürfnis nach Essen besteht. Hier sind es häufig besonders kalorienhaltige Snacks, nach denen verlangt wird. Deshalb wird im Rahmen dieses Projekts ein gänzlich neues Ernährungskonzept für die Ernährung in der Nacht entwickelt – in Verbindung mit Anpassungen anhand „zeitlich beschränkter Ernährung“. Dieses innovative Ernährungskonzept bezeichnen wir als NIGHTBITE. Wesentliches Ziel ist die Entwicklung gesunder Nahrungsmittel für Nachtarbeiter; in erster Linie in Form einer Mahlzeit und eines Snacks, mit denen hohe Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fetthaushalt in der Nacht weitestgehend vermieden werden. Darüber hinaus möchten wir ein Angebot entwickeln, mit dem wir Menschen, die nachts essen wollen, personalisierte Informationen übermitteln zu optimalen Essenszeiten, Rezepten für die eigenständige Zubereitung gesunder Nahrung für die Nacht sowie weitere unterstützende Informationen zu gesunder Ernährung zu bestimmten Tageszeiten, damit deutlich wird, dass die Produkte nicht dafür vorgesehen sind, nachts häufiger zu essen.

 

→ Healthy Future Snacking/Smoothie (HFS)

Verbraucher werden immer kritischer und informieren sich immer mehr über gesunde Ernährung. Und das ist nicht ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Der Markt im Bereich der Healthy Snacking und Smoothie Industrie verändert sich, das Gesamtumsatzvolumen ist gleich geblieben allerdings werden die Konsumenten bewusster, in dem was Sie zu sich nehmen. Produkte wie Smoothies oder Proteinbars sind sehr stark auf dem Vormarsch. Derzeit wird dort noch vieles künstlich, in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt, um eine bestimmte Wirkung hervorzurufen. Unsere Budwig-Produkte haben auf dem Markt für natürliche und gesunde Produkte einen festen Platz erobert. Wir wollen auf dieser Basis aufbauen und unsere Produktpalette um natürliche, gesunde Snack Produkten erweitern. Damit wollen wir erreichen, dass wichtige Stoffe wie die Fettsäuren ALA, DHA, EPA oder die Aminosäuren Methionin und Cystein für die mobile und schnelllebige Gesellschaft zugänglich werden.

Wir möchten unser Wissen um gesunde und für den Körper nützliche Stoffe nutzen, um in Zusammenarbeit mit den Unternehmen aus den Niederlanden eine Produktlinie zu entwickeln, die auf die neuen Bedürfnisse unserer Gesellschaft abgestimmt ist. Das Projekt zahlt auf den Trend und das Bewusstsein der gesunden Ernährung ein und lässt diesen weiter wachsen.

→ Healthy Chips and Cookies

Die Firma Pekur GmbH & Co. KG aus Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) entwickelt und vertreibt seit über 15 Jahren ein Pflege-Sortiment für die besonders empfindliche Haut. Pekur beschäftigt sich zusätzlich mit der Entwicklung gesunder Lebensmittel und möchte in diesem Bereich ein zweites Standbein aufbauen. Im Fokus stehen hierbei Snacks, bei denen vollständig auf Zucker (Glucose/Fructose), kurzkettige Kohlehydrate und Geschmacksverstärker verzichtet wird.

Im Rahmen des FOOD2020-Projekts “HCC – Healthy Chips and Cookies” sollen gesunde, gebackene Snackalternativen entwickelt werden. Für das Upscaling und die industrielle Produktion arbeitet Pekur mit einer niederländischen Bäckerei zusammen.

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Themenfelder_5

Soziale Innovation

→ Wine Innovative Production (W.I.P.)

Fermentation Graph © Freesense Solutions

The quality of wine is widely determined during the fermentation process in cistern or autoclave. The process should be strictly monitored to control quality and identify any corrective actions. Information which need to be collected are related to the fermenting that must provide a good indication of the final product.

The relevant measurements are usually performed in laboratories, with possible manual errors and significant time delays. This is quite an ineffective procedure that reduces overall quality of the product, can cause significant loss, increases the time-to-market and introduces a heavy constraint in dealing with the final customer.

A much better solution would be to provide real time measurements of the sensible parameters, which would predict the evolution of the winemaking process and, consequently, improve the final product quality by minimizing costs and reducing risk to lose part of the production.

An important target of the project is also to desensitize production process to nonquantifiable oenologist skills. This would allow winemaking process to happen with no black magic performed by the oenologist, and the process control to give evidence of any specific procedure to be performed, in an objective and coherent way, with clear indicators, clear reasons, and better science.

The project team has conducted a feasibility study to assess the most complex sensors. Then they started to develop a lab scale prototype. Afterwards they developed separate Sensor Nodes, a BrewPi operating system, a local cloud environment, a basic network of Sensor Nodes, and a micro-service framework. This framework runs on a local gateway of ISIS-IC and can be approached via WiFi to retrieve the actual value and the history. The scope of this innovation project is to develop and demonstrate a prototype of a monitoring platform for controlling the fermentation process of wine. In this phase the nodes will be updated as in announced previous reporting and the entire system from TRL6 will be brought to TRL8 functionality. The demonstration will be carried out in a relevant environment.

→ Cook.3D – Entwicklung eines Küchen-Roboters, der 3D-Druck und Zubereitung verbindet

Food-Printing ist eine neue Spielart des dreidimensionalen Drucks, der die industrielle Produktion nachhaltig verändern wird. Die Technologie wird, sobald sie die (Groß-)Küchen erobert hat, eine Revolution auf dem Lebensmittelmarkt auslösen. So kann dieses neue Verfahren zukünftig ein exakt auf die persönlichen Bedürfnisse (etwa an Nährstoffen, medizinischen Zusatzstoffen oder einer bestimmten Konsistenz) abgestimmtes Essen per Knopfdruck ressourcenschonend herstellen und ist somit weit davon entfernt, eine kulinarische Spielerei zu sein.

Im Projekt Cook.3D soll ein „Küchenroboter“ entwickelt werden, der neben der individualisierten additiven Fabrikation (umgangssprachlich 3D-Druck) von pastösen Lebensmitteln auch deren Zubereitung übernimmt. Derzeit sind dies zwei Prozessschritte, selbst der erste gelingt bisher oft noch unzureichend für einzelne Lebensmittel. Durch die mathematische Modellierung der pastösen Substanz und der iterativen und interaktiven, softwaregesteuerten Rückkopplung von Sensordaten soll eine neue Qualität und verallgemeinerbare Anwendung auf beliebige pastöse Substanzen erreicht werden. Zu diesem Zweck fließen u.A. die Parameter Viskosität, Druck, Temperatur, Druckgeschwindigkeit, Düsendurchmesser und Geometrie, Layerhöhe und Druckpfad in die mathematische Modellierung und Softwaresteuerung ein.

Ergebnis wird ein Prototyp eines Küchenroboters mit integriertem 3D-Druckprozess zur automatischen Erstellung individualisierter Lebensmittel sein.

→ PRO P PIGS

The Pro P Pigs (PPP)-system innovation, based on a combination of potty training and automated rewarding of depositing urine and faeces at different spots in a pig-pen, brings a tremendous improvement in sustainability in pig farming.

PPP creates a historic new way of pig farming in which animal welfare, air quality (especially ammonia both indoor and outdoor), manure application on arable land, human-pig interaction and last but not least visibility of pig farming to the general public are strongly increased and/or improved.

In the current pig industry, both in Germany as well in the Netherlands, housing systems are in use which are not always beneficial to the welfare of the animals, the environment as well as the health status of the farmworkers. Also negative effects on public health, causing societal upheaval, are described in recent (Dutch) reports.

This is mainly because those housing systems were developed 50-60 years ago making use of liquid manure systems. This meant using slatted floors situated above 1-2 meters deep slurry channels. In those slurry channels both urine and faeces, the so called “black water”, are stored together for months.

Faecal bacteria possess an enzyme called urease that turns ureum, present in urine, into ammonia. Therefore there are high levels of ammonia-production in slurry channels where faeces and urine are stored together for a longer period of time. Also this results in a strong putrid smell, unpleasant and irriating.

Faecal bacteria also contains highly toxic endotoxins which are fixed to the fine dust particles (particulate matter), and result in respiratory problems both in pigs as well as in farm-workers and people living around pig farms.

The ammonia produced in the black water then is emitted into the indoor air-space of the pig houses. By the use of airwashing-systems it is then possible and by 2022 obligatory in the province of Noord-Brabant to reduce the ammonia-concentration by 85 % in the exhaust air.

For an average pig farm with 2000 finishing places installing and running an airwashing system means an additional cost of about € 20.000 (ie. € 10 per finishing pig) and in the coming years many pig-farmers will end their activities and close their pig buildings if there is no better and cheaper alternative.

The need for a break-through system innovation covering all the above issues is therefore obvious and urgent.

In the so called Pro P Pigs (PPP) -system, designed by the Duke of Berkshire, a clever combination of thorough knowledge of the behaviour and intelligence of pigs and smart sensor-technology results in a modular pig urinoir-toilet that can be retrofitted into existing pig farms making airwashing to remove ammonia obsolete. Proof of principle has already been shown in 2013.

→ Burning Bernd: Flambier-Ketchup aus der Flasche

Flambieren ist eine Meisterleistung der Essenszubereitung durch das Karamellisieren des Grillguts. Beim Flambieren in seiner einfachsten Form wird hochprozentiger oder reiner Alkohol über das Flambiergut gegossen und mithilfe einer Zündquelle entzündet. Der Alkohol, der sich zuvor auf der Oberfläche des Flambierguts verteilt hat, entzündet sich und brennt mit einer vergleichsweise kühlen Flamme ab. Nachteilig für dieses Verfahren ist, dass es eine Gefahrenquelle für Verpuffungen darstellt und weder der Alkohol, seine Dosierung noch die Ausbreitung der Flammen genau kontrolliert werden können, so dass das Verfahren daher viel Übung und Erfahrung erfordert. Insbesondere eignet sich das Verfahren nicht für die Massenproduktion von flambierten Lebensmitteln wie zum Beispiel Grillgut, das beispielsweise bei Volksfesten in großen Mengen möglichst rasch mit hohem Durchsatz hergestellt werden muss.

Ein weiteres Problem besteht in der Tatsache, dass brennbarer Alkohol in der Nähe von offenem Feuer erhebliche Unfallrisiken birgt.

Das Ziel des Projektes „Burning Bernd“ ist die Herstellung eines brennbaren Ketchups, der karamellisiert und direkt aus der Flasche mittels eines Zweikammersystems dosiert werden kann. Hierdurch kann der Geschmack des Grillguts gesteigert und zugleich die Unfallgefahr deutlich gesenkt werden.