INNOVATIONSPROJEKTE

In 19 Innovationsprojekten (light) entwickeln Unternehmen – gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen – neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen.

Förderkriterien

INNOVATIONSPROJEKTE

  • Mindestanzahl 3 KMU · grenzüberschreitend
  • Budget ca. 270.000 Euro (Förderquote: 50%)
  • Laufzeit max. 2 Jahre
  • Projektpartner sind wesentlich KMU vernetzt mit wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Gefördert werden Personalkosten und Kosten für Leistungen Dritter (externe Dienstleistungen)

INNOVATIONSPROJEKTE LIGHT

  • Mindestanzahl 2 KMU · grenzüberschreitend
  • Budget 135.000 Euro (Förderquote: 50%)
  • Laufzeit max. 2 Jahre
  • Gefördert werden Personalkosten und Kosten für Leistungen Dritter (externe Dienstleistungen)
  • Optional: Einbindung einer Forschungs- oder Bildungseinrichtung

THEMENFELDER

Themenfelder_1

Ernährungssicherheit

→ TinPro – Reinventing TVP with Textured Insect Protein

Der deutsche Botschafter in den Niederlanden gemeinsam mit Max Kraemer von der Bugfoundation GmbH. © Joerg Sarbach

Basierend auf der Vision, Insekten als nachhaltiges, nahrhaftes und gesundes Lebensmittel auch in Europa alltagstauglich und beliebt zu machen, ist das Ziel des Projektes, insektenbasierte Lebensmittelrohstoffe zu entwickeln, anzuwenden und für die Anwendungsprodukte einen standardisierten Produktionsprozess zu entwickeln. Das Projekt gliedert sich in drei Teile, wobei Teil eins die reine Entwicklung des Rohstoffes mit einem niederländischen Produzenten beinhaltet. Teil zwei fokussiert sich auf die Anwendung des in Teil eins entwickelten Rohstoffes. Hierbei sollen Endprodukte für den europäischen Markt entstehen, wie beispielsweise ein Burgerpatty auf Insektenbasis oder andere Fleischersatzprodukte. Im Vergleich zu frischen, zermahlenen Insekten bietet ein bereits verarbeiteter Rohstoff entscheidende Vorteile sowohl in Bezug auf sensorische Eigenschaften als auch auf die Prozesseigenschaften. So lassen sich haltbare und lagerfähige Produkte mit hoher sensorischer Qualität herstellen, die als nachhaltige Proteinquelle attraktiv sein können. In Teil drei des Projektes soll ein standardisierter Produktionsprozess entwickelt werden, der es erlaubt die entwickelten Produkte in großem Stil zu produzieren. Während des gesamten Projektes und auf jeder Stufe wird zusätzlich an einem geeigneten Qualitäts- und Hygienemanagement gearbeitet.

Themenfelder_2

Nachhaltige Lebensmittel

→ Verwertung zuckerreicher Restströme aus Bioraffinierieprozessen

Der Leadpartner Biorefinery Solutions BV entwickelt Bioraffinerieprozesse insbesondere für Restströme aus der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie. Von Ihnen wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus Zwiebelresten ein eiweißreiches Produkt und Ballaststoffe mit interessanten (Geschmacks-)Eigenschaften isolieren lässt. Dieses Verfahren wurde im Laufe des Jahres 2017 in kleinem gewerblichen Maßstab ausgeführt, um ein Erzeugnis für potenzielle Abnehmer aus der Lebensmittelindustrie herzustellen. Mittlerweile wurde bereits ein erster Abnahmevertrag geschlossen. Bei hinreichendem Marktinteresse wird anschließend eine Einheit zur Herstellung in großem Maßstab (>60 Tonnen pro Woche) gebaut. Damit wird der Zwiebelreststrom, der bislang kostenpflichtig entsorgt werden musste, einer zusätzlichen Nutzung zugeführt.

In der heutigen Form besteht der Reststrom aus einer kohlenhydratreichen Flüssigkeit, die nicht wiederverwendbar ist und als Abwasser mit hohem chemischen Sauerstoffbedarf in die Kanalisation eingeleitet wird. Die Biorefinery Solutions BV führte eine kleine Machbarkeitsstudie in Phase I durch, in deren Rahmen geprüft wurde, ob sich die Zucker im Strom in Produkte mit einem Zwiebelaroma umwandeln lassen, die der Lebensmittelindustrie verkauft werden können. Die ersten technischen Erkenntnisse und Laborergebnisse laden dazu ein, in einer Folgestudie nicht nur den Reststrom der Zwiebelraffinerie, sondern auch andere vergleichbare Raffinerierestströme, wie z. B. die von Rosenkohl und Kohl zu untersuchen, die ebenfalls Zucker in extrahierbaren Mengen enthalten. Folgende Aspekte sind Gegenstand der Untersuchung:

  1.  die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Extraktion und Reinigung von Zucker (Monosaccharide wie Glucose und Polysacharide wie Pektin oder Inulin) aus den Restflüssigkeiten. Dabei muss für die Zucker aus der Zwiebel der Geruch erhalten bleiben, während die Kohlerzeugnisse hingegen geruchsfrei sein sollten. Gleichzeitig müssen jedoch die „unerwünschten Komponenten“ aus dem Raffinerieprozess entfernt werden.
  2.  Durchführung von Tests an den extrahierten Produkten hinsichtlich ihrer technischen Verarbeitbarkeit und ihrer Eigenschaften (Aufgabe des deutschen Projektpartners)
  3. Entwicklung neuer (gesunder, aromatisierter) Produkte (Ballaststoffe) und Test dieser Produkte auf Akzeptanz der Verbraucher

→ eAlgae.2 – Behandlung von Algen mit gepulsten elektrischen Feldern (PEF)

In the frame of the project eAlgae.2 the German partner Elea Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft and the Dutch partner Algae Holland B.V. work on Pulsed Electric Field (PEF) treatment of algae. During the last months trials were performed and showed promising results, where the project partners see potential.

The application of Pulsed Electric Fields (PEF) is already well implemented in potato and juice industry. The main aim of this project is to develop a new area of application for the technology focusing on the implementation of PEF system in algae processing. This includes the development of a new process, named PEF assisted algae processing. Therefore, growth stimulation and the extraction of different valuable components are considered. Nowadays, the demand of algae products, such as fatty acid or amino acids, is increasing and therefore, the market is growing. Within the project Spirulina and Chlorella are analyzed.

Elea as the world leading supplier of PEF units has a broad knowledge in installing industrial PEF systems. Moreover, because of strong R&D department, Elea is also an expert in finding the correct parameters for the PEF treatment and analyzing the final product. In cooperation with Algae Holland, who is expert in Algae processing a perfect team has been built for the project.

→ Foie Royale - eine konkurrenzfähige Alternative zur Foie Gras

In diesem Projekt geht es um die technische Entwicklung eines industriellen Produktionsprozesses zur Herstellung von Foie Royale – ethische Foie Gras.

Die rechtliche Gegebenheit: In Deutschland und in 15 weiteren Mitgliedstaaten in der EU ist die Produktion von Stopfleber verboten, ebenso in der Schweiz, Großbritannien, Australien, Indien, Argentinien, Israel und den Vereinigten Staaten. Die Produktion verstößt gegen die EU-Richtlinie 98/58CE, zum Schutz von Tieren auf Zuchtfarmen.

GMT GmbH beabsichtigt die Produktion eines Produktes aus Gänse- bzw. Entenfett und -leber, aus einer artgerechten Aufzucht (im Gegensatz zur Stopfmast). Die Grundformulierung mit dem Namen Foie Royale (angelehnt an Foie Gras) wurde bereits im kleinen Maßstab durch eine Machbarkeitsstudie im Rahmen von Food 2020 entwickelt und Foie Royale stimmt dabei in allen seinen organoleptischen Eigenschaften mit denen eines Produktes aus Stopfleber überein.

 

→ Lobster Snack

The project team wants to develop a lobster snack for the European quick service restaurant market. The first focus will be on the European quick-service restaurant market. The restaurant business is changing more and more to convenience and fast delivery. In France for example, the traditional restaurant business is either shrinking or mature (10% growth in 10 years), compared to the quick-service restaurants/fast food sector (39%).

Even though the size of both segments is about the same, 43% of all seafood is sold through the traditional restaurant business, compared to 12% for Fast Food. The goal is to develop a sustainable innovative new lobster snack with an amazing taste and a wide variety of possible application options in different foodservice outlets. Therefore, the use of side streams in lobster processing is being investigated within the project as well.

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Themenfelder_3

Lebensmittelsicherheit

Themenfelder_4

Gesunde Lebensmittel

→ Nahrung für (ältere) Menschen mit besonderem ernährungsphysiologischem Anspruch

Wirtschaftswachstum muss konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Der schonende und effiziente Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist dafür unerlässlich. Die Erzeugung und Verarbeitung von Fleisch verbraucht sehr viele Ressourcen. Der hohe Wasser- und Nährstoffbedarf, den man zur Produktion eines Kilo Fleisches benötigt, macht Fleisch zu einem „Ressourcenfresser“.  Das haben auch die großen Unternehmen der Branche erkannt, die heute immer mehr nach alternativen bzw. effektiveren  Protein-und  Aminosäurenquellen aus nachhaltigen Rohstoffen suchen. In diesem Zusammenhang ist die alternde Gesellschaft mit Anspruch auf ein langes, gesundes und genussvolles Leben mittlerweile im Fokus vieler Unternehmen und stellt einen wichtigen Wachstumsmarkt dar. Mit dem Innovationsprojekt „Nahrung für (ältere) Menschen mit besonderem ernährungsphysiologischen Anspruch” stellt  sich das Unternehmen Cysal diesen Herausforderungen der modernen Gesellschaft und hofft, mit ihren innovativen Dipeptid-Rohstoffen dazu einen Beitrag zu leisten. Zusätzlich spricht das Projekt die Zielgruppe der Menschen mit besonderen ernährungsphysiologischen Herausforderungen wie die Bedienung der veränderten Körperzusammensetzung, Sinneswahrnehmungen und Verdauung sowie krankheitsbedingten Kau- und Schluckbeschwerden an. Hierbei soll durch den Einsatz von Dipeptiden als alternative Quellen für Aminosäuren die Bioverfügbarkeit auf nachhaltigem Wege verbessert werden und durch geschmackliche Optimierung der Markt grenzüberschreitend eröffnet werden. Mit der Erschließung dieses Wachstumsmarktes stärkt das Projekt die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten KMUs; ein Gewinn für die Unternehmen, die Mitarbeiter sowie Kunden und Umwelt.

→ NIGHTBITE

Arbeit in der Nacht ist ungesund. Laut einem Bericht des niederländischen Gesundheitsrats aus dem Jahr 2017, dem eine umfangreiche Literaturrecherche zugrunde lag, besteht nachweislich ein Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Schlafstörungen. Eine mögliche Ursache für das erhöhte Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes besteht darin, dass nachts gegessen wird. Wenn in Zeiten gegessen wird, die laut biologischer Uhr in unserem Körper nicht optimal sind, kommt es zu erhöhten Blutzuckerspiegeln und Insulinwerten und damit zu einer Vorstufe des Diabetes. Länger anhaltende oder häufige erhöhte Blutzuckerspiegel führen zu mehr AGEs (Advanced Glycation Endproducts), und das erhöht das Risiko von Kreislauferkrankungen. Jüngste Untersuchungen von Chrono@Work haben gezeigt, dass Nachtarbeiter mit der Zeit durchschnittlich mehr AGEs akkumulieren als Tagarbeiter. Auch der Fetthaushalt, und hier insbesondere die Konzentration von Triglyceriden im Blut, ist nach dem Essen in der Nacht gestört. Die Entwicklung von NIGHTBITE (ein gesundheitsbewusstes Ernährungskonzept für Nachtarbeiter) soll zu einer Gesundheitsverbesserung beitragen, indem die Risiken des Essens zu einer falschen biologischen Zeit verringert werden.

 

Hohe Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fetthaushalt sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Das bedeutet, dass wir nicht nur einbeziehen müssen, was und wie viel gegessen wird, sondern auch zu welchem Zeitpunkt die Nahrungsaufnahme erfolgt. Am besten wäre es eigentlich, nachts überhaupt nichts zu essen (in der Chronobiologie wird dies auch als „Time Restricted Feeding“ bzw. als „zeitlich beschränkte Ernährung“ bezeichnet), das ist aber für die meisten Nachtarbeiter nicht realistisch. Neben der physischen Belastung in der Nacht und der begrenzten Zeit, die für die Nahrungsaufnahme zur Verfügung steht (tagsüber wird geschlafen), sorgt auch Ermüdung dafür, dass gerade nachts ein Bedürfnis nach Essen besteht. Hier sind es häufig besonders kalorienhaltige Snacks, nach denen verlangt wird. Deshalb wird im Rahmen dieses Projekts ein gänzlich neues Ernährungskonzept für die Ernährung in der Nacht entwickelt – in Verbindung mit Anpassungen anhand „zeitlich beschränkter Ernährung“. Dieses innovative Ernährungskonzept bezeichnen wir als NIGHTBITE. Wesentliches Ziel ist die Entwicklung gesunder Nahrungsmittel für Nachtarbeiter; in erster Linie in Form einer Mahlzeit und eines Snacks, mit denen hohe Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fetthaushalt in der Nacht weitestgehend vermieden werden. Darüber hinaus möchten wir ein Angebot entwickeln, mit dem wir Menschen, die nachts essen wollen, personalisierte Informationen übermitteln zu optimalen Essenszeiten, Rezepten für die eigenständige Zubereitung gesunder Nahrung für die Nacht sowie weitere unterstützende Informationen zu gesunder Ernährung zu bestimmten Tageszeiten, damit deutlich wird, dass die Produkte nicht dafür vorgesehen sind, nachts häufiger zu essen.

 

Das Projekt setzt sich folgende Ziele:

(1) Es soll festgestellt werden, welche Anforderungen an (möglichst wenig schädliche) Essenszeiten sowie Nahrungsmittel (Mahlzeit und Snack) für die Nacht gestellt werden, wenn man für die verschiedenen Gruppen von Nachtarbeitern (Geschlecht, Alter, Land – Niederlande/Deutschland, Schichtplan, Art der Arbeiten, Chronotyp – Morgen-/Abendmensch) die neuen Erkenntnisse der „zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme“ zugrunde legt.

(2) Es soll erfasst werden, welche Bedürfnisse bei Nachtarbeitern in den einzelnen Berufsgruppen (und je nach Geschlecht, Alter usw.) in der Nacht bestehen.  Dabei sind insbesondere Geschmack, Menge, Textur, warme/kalte Nahrung, Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme usw. zu berücksichtigen.

(3) Es soll untersucht werden, welche funktionalen Anforderungen an ein prototypisches Nahrungsmittel gestellt werden, damit es in der Nacht zu einem möglichst geringen Anstieg des Blutzuckerspiegels sowie der gestörten Triglyceridenkonzentration kommt.

(4) Es soll ein Nahrungsmittelkonzept – zunächst für eine Mahlzeit und einen Snack – mit (neuen) Grundstoffen/Zutaten entwickelt werden, die für Nachtarbeiter attraktiv sind, ohne Weiteres mit zur Arbeit genommen werden können und zudem gut und einfach zuzubereiten, wohlschmeckend und gesund sind.

(5) Es soll ein Konzept für ein Kochbuch entwickelt werden mit Rezepten für die selbstständige Zubereitung von Mahlzeiten/Snacks zum Verzehr in der Nacht.

(6) Es soll ein prototypisches Nahrungsmittel entwickelt werden (Mahlzeit und Snack), das die gestellten Anforderungen erfüllt und den Erkenntnissen aus den Punkten 1 bis 4 entspricht. Dieser Prototyp steht bereit und kann in einem Labor und/oder unter Bedingungen der Nachtarbeit getestet werden.

(7) Es soll ein Konzept für einen Informationsdienst entwickelt werden, mit dem Menschen anhand ihrer individuellen Situation (Geschlecht, Alter, Land – Niederlande/Deutschland, Schichtplan, Chronotyp – Morgen-/Abendmensch, Diätwünsche) über die für sie optimalen Essenszeiten, Nahrungsmittel, Rezepte usw. informiert werden. Dieser Dienst wird gleichzeitig genutzt, um die neuesten auf wissenschaftlicher Grundlage erlangten Erkenntnisse über Nahrungsmittel sowie „zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme“ zu verbreiten. Da dieses Konzept der „zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme“ neu ist, wird erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere Informationen und Untersuchungen Einblicke geben werden zu Möglichkeiten der Verbesserung der Essenssituation von Nachtarbeitern. Dieser Dienst soll außerdem deutlich kommunizieren, dass die Produkte nicht dafür vorgesehen sind, nachts häufiger zu essen.

 

Zielgruppe des Projekts NIGHTBITE sind Nachtarbeiter. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe von Menschen. Laut niederländischem Statistikamt CBS arbeiten in den Niederlanden 1,3 Millionen Menschen regelmäßig in der Nacht; in Deutschland sind es 3,2 Millionen Menschen. Die Zahl der Menschen, die nachts mehr oder weniger freiwillig Nahrungsmittel zu sich nimmt, ist allerdings höher. Deshalb wird erwartet, dass mit NIGHTBITE letztendlich eine wesentlich größere Zielgruppe erreicht werden kann als nur Nachtarbeiter. Zu dieser Gruppe der gelegentlich nachts Essenden gehören unter anderem Passagiere von Interkontinentalflügen. Diese Flüge starten oft am späten Abend, und während des Fluges werden – häufig in der „biologischen Nacht“ – normale Mahlzeiten gereicht. Auch hier können Erkenntnisse dazu, welche Nahrungsmittel zu welcher Zeit am besten konsumiert werden sollten, einen beträchtlichen Gesundheitseffekt haben und beispielsweise zu einem Rückgang bei Magen-Darm-Beschwerden beitragen, die beim Jetlag häufig auftreten. Auch eine Erweiterung des Angebots an Nahrungsmitteln in Mini-Märkten (zum Beispiel Tankstellen und Spätverkaufsstellen) um NIGHTBITE-Produkte kann etwa Kraftfahrern dabei helfen, sich abends und nachts für gesündere Produkte zu entscheiden.

Themenfelder_5

Soziale Innovation

→ Wine Innovative Production (W.I.P.)

The quality of wine is widely determined during the fermentation process in cistern or autoclave. The process should be strictly monitored to control quality and identify any corrective actions. Information which need to be collected are related to the fermenting that must provide a good indication of the final product.

The relevant measurements are usually performed in laboratories, with possible manual errors and significant time delays. This is quite an ineffective procedure that reduces overall quality of the product, can cause significant loss, increases the time-to-market and introduces a heavy constraint in dealing with the final customer.

A much better solution would be to provide real time measurements of the sensible parameters, which would predict the evolution of the winemaking process and, consequently, improve the final product quality by minimizing costs and reducing risk to lose part of the production.

An important target of the project is also to desensitize production process to nonquantifiable oenologist skills. This would allow winemaking process to happen with no black magic performed by the oenologist, and the process control to give evidence of any specific procedure to be performed, in an objective and coherent way, with clear indicators, clear reasons, and better science.

The project team has conducted a feasibility study to assess the most complex sensors. Then they started to develop a lab scale prototype. Afterwards they developed separate Sensor Nodes, a BrewPi operating system, a local cloud environment, a basic network of Sensor Nodes, and a micro-service framework. This framework runs on a local gateway of ISIS-IC and can be approached via WiFi to retrieve the actual value and the history. The scope of this innovation project is to develop and demonstrate a prototype of a monitoring platform for controlling the fermentation process of wine. In this phase the nodes will be updated as in announced previous reporting and the entire system from TRL6 will be brought to TRL8 functionality. The demonstration will be carried out in a relevant environment.

→ Cook.3D – Entwicklung eines Küchen-Roboters, der 3D-Druck und Zubereitung verbindet

Food-Printing ist eine neue Spielart des dreidimensionalen Drucks, der die industrielle Produktion nachhaltig verändern wird. Die Technologie wird, sobald sie die (Groß-)Küchen erobert hat, eine Revolution auf dem Lebensmittelmarkt auslösen. So kann dieses neue Verfahren zukünftig ein exakt auf die persönlichen Bedürfnisse (etwa an Nährstoffen, medizinischen Zusatzstoffen oder einer bestimmten Konsistenz) abgestimmtes Essen per Knopfdruck ressourcenschonend herstellen und ist somit weit davon entfernt, eine kulinarische Spielerei zu sein.

Im Projekt Cook.3D soll ein „Küchenroboter“ entwickelt werden, der neben der individualisierten additiven Fabrikation (umgangssprachlich 3D-Druck) von pastösen Lebensmitteln auch deren Zubereitung übernimmt. Derzeit sind dies zwei Prozessschritte, selbst der erste gelingt bisher oft noch unzureichend für einzelne Lebensmittel. Durch die mathematische Modellierung der pastösen Substanz und der iterativen und interaktiven, softwaregesteuerten Rückkopplung von Sensordaten soll eine neue Qualität und verallgemeinerbare Anwendung auf beliebige pastöse Substanzen erreicht werden. Zu diesem Zweck fließen u.A. die Parameter Viskosität, Druck, Temperatur, Druckgeschwindigkeit, Düsendurchmesser und Geometrie, Layerhöhe und Druckpfad in die mathematische Modellierung und Softwaresteuerung ein.

Ergebnis wird ein Prototyp eines Küchenroboters mit integriertem 3D-Druckprozess zur automatischen Erstellung individualisierter Lebensmittel sein.

→ PRO P PIGS

The Pro P Pigs (PPP)-system innovation, based on a combination of potty training and automated rewarding of depositing urine and faeces at different spots in a pig-pen, brings a tremendous improvement in sustainability in pig farming.

PPP creates a historic new way of pig farming in which animal welfare, air quality (especially ammonia both indoor and outdoor), manure application on arable land, human-pig interaction and last but not least visibility of pig farming to the general public are strongly increased and/or improved.

In the current pig industry, both in Germany as well in the Netherlands, housing systems are in use which are not always beneficial to the welfare of the animals, the environment as well as the health status of the farmworkers. Also negative effects on public health, causing societal upheaval, are described in recent (Dutch) reports.

This is mainly because those housing systems were developed 50-60 years ago making use of liquid manure systems. This meant using slatted floors situated above 1-2 meters deep slurry channels. In those slurry channels both urine and faeces, the so called “black water”, are stored together for months.

Faecal bacteria possess an enzyme called urease that turns ureum, present in urine, into ammonia. Therefore there are high levels of ammonia-production in slurry channels where faeces and urine are stored together for a longer period of time. Also this results in a strong putrid smell, unpleasant and irriating.

Faecal bacteria also contains highly toxic endotoxins which are fixed to the fine dust particles (particulate matter), and result in respiratory problems both in pigs as well as in farm-workers and people living around pig farms.

The ammonia produced in the black water then is emitted into the indoor air-space of the pig houses. By the use of airwashing-systems it is then possible and by 2022 obligatory in the province of Noord-Brabant to reduce the ammonia-concentration by 85 % in the exhaust air.

For an average pig farm with 2000 finishing places installing and running an airwashing system means an additional cost of about € 20.000 (ie. € 10 per finishing pig) and in the coming years many pig-farmers will end their activities and close their pig buildings if there is no better and cheaper alternative.

The need for a break-through system innovation covering all the above issues is therefore obvious and urgent.

In the so called Pro P Pigs (PPP) -system, designed by the Duke of Berkshire, a clever combination of thorough knowledge of the behaviour and intelligence of pigs and smart sensor-technology results in a modular pig urinoir-toilet that can be retrofitted into existing pig farms making airwashing to remove ammonia obsolete. Proof of principle has already been shown in 2013.

→ Burning Bernd: Flambier-Ketchup aus der Flasche

Food-Printing ist eine neue Spielart des dreidimensionalen Drucks, der die industrielle Produktion nachhaltig verändern wird. Die Technologie wird, sobald sie die (Groß-)Küchen erobert hat, eine Revolution auf dem Lebensmittelmarkt auslösen. So kann dieses neue Verfahren zukünftig ein exakt auf die persönlichen Bedürfnisse (etwa an Nährstoffen, medizinischen Zusatzstoffen oder einer bestimmten Konsistenz) abgestimmtes Essen per Knopfdruck ressourcenschonend herstellen und ist somit weit davon entfernt, eine kulinarische Spielerei zu sein.

Im Projekt Cook.3D soll ein „Küchenroboter“ entwickelt werden, der neben der individualisierten additiven Fabrikation (umgangssprachlich 3D-Druck) von pastösen Lebensmitteln auch deren Zubereitung übernimmt. Derzeit sind dies zwei Prozessschritte, selbst der erste gelingt bisher oft noch unzureichend für einzelne Lebensmittel. Durch die mathematische Modellierung der pastösen Substanz und der iterativen und interaktiven, softwaregesteuerten Rückkopplung von Sensordaten soll eine neue Qualität und verallgemeinerbare Anwendung auf beliebige pastöse Substanzen erreicht werden. Zu diesem Zweck fließen u.A. die Parameter Viskosität, Druck, Temperatur, Druckgeschwindigkeit, Düsendurchmesser und Geometrie, Layerhöhe und Druckpfad in die mathematische Modellierung und Softwaresteuerung ein.

Ergebnis wird ein Prototyp eines Küchenroboters mit integriertem 3D-Druckprozess zur automatischen Erstellung individualisierter Lebensmittel sein.