Think Tanks

FOOD2020 Think Tanks leisten einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen in der Lebensmittelbranche.

Es werden thematische Think Tanks durchgeführt, die in kleinen Gruppen aus Unternehmensvertretern und externen Experten aus Wissenschaft und Forschung über mehrere Sessions zusammenarbeiten. Mit kreativen Formaten werden neue Konzepte, Business Cases und Lösungsansätze zu Fragestellungen im Rahmen der gesellschaftlichen Herausforderungen erarbeitet, die die Unternehmen in ihren Betrieben umsetzen können.

Die Ergebnisse können als Grundlage für neue Innovationsprojekte im Rahmen von FOOD2020 Phase II dienen sowie die thematische Basis für neuartige Projektkonzepte innerhalb von INTERREG 6 bilden.

Think Tank 1

Geschäftsplan

Viele Unternehmer oder potenzielle Unternehmer haben gute Ideen, scheitern aber an deren Verwirklichung. Hier kommt INNOBites ins Spiel. Ziel ist es, diesen Unternehmen Wissen an die Hand zu geben und sie ihre Idee/ihr Produkt aus anderen Blickwinkeln betrachten zu lassen (WISSEN), sie aber auch mit potenziellen Kooperationspartnern oder Herstellern in Kontakt zu bringen (NETZWERK) und dabei ihre Idee/ihr Produkt mit möglichen Fördermitteln und einer Finanzierung voranzutreiben.

Think Tank 2

Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)

Heutzutage verschwenden wir in den Niederlanden ungefähr 1,3 Milliarden Kilo Lebensmittel pro Jahr. Die Herstellungs- und Verarbeitungsindustrie ist für 5% dieser Zahl verantwortlich. Im Jahr 2050 erwarten wir eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, die alle ernährt werden müssen. Daher müssen wir mit dem vorsichtiger sein, was wir wegwerfen.Es ist bewiesen, dass Abfallströme zu neuen Profitquellen werden könnten, wenn ein anderer Zweck für diese Abfallströme gefunden würde. Aufgrund des erwarteten Bevölkerungsanstiegs, sollten Unternehmen ebenfalls mehr Verantwortung für das was sie wegwerfen übernehmen. Daher möchten wir Herstellungs- und Verarbeitungsfirmen zusammenbringen, um über neue Geschäftsideen für ihre Abfallströme nachzudenken und an ihnen zu arbeiten, um ihnen dabei zu helfen nachhaltiger und profitabler zu werden und die 5% Abfall anzusprechen, die von dieser Art von Unternehmen verursacht werden.

Think Tank 3

Alternative Eiweißquellen

Insbesondere Kontakte der Universitäten Vechta und Göttingen mit dem niederländischen Netzwerk „The Protein Cluster (TPC)“ haben gezeigt, dass niederländische und deutsche Unternehmen stark voneinander profitieren können. Bei der Entwicklung neuer Nahrungsmit-tel mit alternativen Proteinen nehmen die Niederlande offenkundig eine Vorreiterrolle ein. Die diesbezügliche Nachfrage ist in Deutschland im Verhältnis jedoch größer als in den Nieder-landen. Deutschland seinerseits hat in Sachen Verfahrenstechnologie umfassendes Know-how in petto, und auch im Hinblick auf die Herstellung von Ausgangsmaterial gibt es großes Potenzial. Die Schaffung neuer, innovativer, grenzüberschreitender, intelligenter Kooperationen in der gesamten Wertschöpfungskette, die neue Lebens- und Futtermittel bieten.  Der Think Tank regt die Entwicklung dieser Kooperationen an. Das muss insbesondere zu einer kürzeren Markteinführungszeit neuer/innovativer Verbrauchererzeugnisse, Konzepte und Proteinketten führen. Dazu bedarf es des Zusammenspiels zwischen Züchtern (ggfs. unterstützt von Veredlern), Verarbeitern (Trocknen, Vermahlen, Toasten, Extrudieren usw.), Produktentwicklern, Nahrungsmittelherstellern und Vertrieb. Eine wichtige Aufgabe der Tref-fen besteht in der Entwicklung neuer und gesunder Geschäftsszenarien/-modelle (national und international), die auch andere Unternehmer dazu anregen, diesem Beispiel zu folgen.

Think Tank 4

Foo-Digital · Digitale Herausforderungen der Lebensmittelindustrie

Der Think Tank FooDigital befasst sich mit dem digitalen Wandel (Industrie 4.0) und seinen Auswirkungen auf die Lebensmittelwirtschaft. Ziel des Think Tank ist es, grenzüberschrei-tend aktuelle Herausforderungen gemeinsam mit den Lebensmittelunternehmen zu identifi-zieren und die Chancen des digitalen Wandels bestmöglich zur Stärkung der niederländi-schen und deutschen mittelständischen Lebensmittelwirtschaft nutzbar zu machen.

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    Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung/Industrie 4.0 auf die Lebensmittelwirtschaft?

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    Wo stehen die Unternehmen mit Blick auf den digitalen Wandel?

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    Welche Chancen ergeben sich für die Unternehmen bei der Optimierung der Prozes-se und der Erschließung neuer Märkte?

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    Wie können diese Potenziale bestmöglich durch grenzüberschreitende Kooperations-vorhaben erschlossen werden?

Ziel ist es, die Bedarfe der Unternehmen zu erkennen und bestmöglich zu bedienen, um hie-raus Innovationsansätze abzuleiten und diese in länderübergreifende kooperative Projekte zu übertragen.

Think Tank 5

Clean Label 

Der Verbraucher fordert zunehmend Lebensmittel mit wenigen bis gar keinen deklarationspflichtigen Zusatzstoffen oder Zutaten. Die lebensmittelproduzierenden Unternehmen sind hier in der Pflicht, Produkte herzustellen, die diesen „clean label“-Ansprüchen genügen, um ihre Wettbewerbsposition aufrecht zu erhalten. Die Herausforderung besteht darin Produkte zu entwickeln, die sowohl den Ansprüchen des Gesetzgebers als auch den Ansprüchen der Verbraucher hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Inhaltsstoffe gerecht werden. Gleichzeitig müssen entsprechende Rohstoffe verfügbar und technologisch im Lebensmittel einsetzbar sein.

Das Ziel der Veranstaltungsreihe “Clean Label” ist die Information von und die Diskussion mit Lebensmittelherstellern der Fleischbranche zum Thema Clean Label. Dabei sollen die aktuell verfügbaren technologischen Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt und Fragen zu den Ansprüchen der Gesetzgebung und der Verbraucher diskutiert werden. Im Labormaßstab soll teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, mit ihren Produkten Versuche zum Austausch von unerwünschten Zutaten oder Zusatzstoffen durchzuführen. Am Ende wird mit den Teilnehmern über weitere Entwicklungsmöglichkeiten und für sie relevanten Forschungsthemen diskutiert. Mögliche Themen sind die Substitution von Palmfett, der Austausch von Sulfat durch andere Zutaten mit vergleichbaren Eigenschaften oder der Einsatz natürlicher Farbstoffe.