INNOVATIONSPROJEKTE

In zehn Innovationsprojekten entwickeln Unternehmen – gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen – neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen.

FÖRDERKRITERIEN INNOVATIONSPROJEKTE

  • Budget ca. 300.000 Euro (Förderquote: 50%)
  • Laufzeit max. 2 Jahre
  • Projektpartner sind wesentlich KMU vernetzt mit wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Gefördert werden Personalkosten und Kosten für Leistungen Dritter (externe Dienstleistungen)

Themenfeld 1 · Einsatz von neuen Verarbeitungsprozessen

Themenfelder_1

Interactive Urban Farming

Verantwortlicher regionaler Koordinator · BOM

Quelle: PlantLab

Quelle: PlantLab

Der Kauf von pflanzlichen Produkten stellt sich oft als sehr schwierig dar. Für jede Pflanze liegen unzählige Sorten und Verwendungszwecke vor, sodass kleine, aber feine Unterschiede bezüglich Inhaltsstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch Geschmacksrichtungen entscheidend sein können. Dadurch wird die Wahl des richtigen Produktes erschwert.

FOOD2020 stellt sich unter dem Innovationsthema „Interactive Urban Farming“ in Kooperation mit dem Unternehmen PlantLab diesem Problem. PlantLab ist Spezialist im Bereich „Indoor farming“ und produziert Pflanzen, die das ganze Jahr eine gleichbleibend gute Qualität aufweisen. Ermöglicht wird dies durch ein Variieren der Umweltbedingungen, sodass die Eigenschaften der Pflanzen kontrolliert gesteuert werden können.

Ziel des Innovationsprojektes ist es ein digitales Label für Pflanzen zu entwickeln, auf dem Informationen über die Inhaltsstoffe und den Geschmack hinterlegt werden. Das Projekt entwickelt das Verfahren am Beispiel der Basilikumpflanze. Dafür erfolgt eine spektrale Messtechnik, mit der es möglich ist über die Farben der Blätter Sorten zu unterscheiden. Konsumenten können sich mithilfe dieses FlexLabels über den Geschmack und einer entsprechenden Verwendung informieren. Es besteht somit eine Interaktion zwischen dem Produkt, dem Konsumenten und dem Hersteller. Für PlantLab bietet sich die Chance durch die Zusammenstellung verschiedener Geschmackskomponenten Basilikumsorten verbrauchernah zu entwickeln. Ende 2017 soll das digitale Label einsatzfähig sein. Aufgrund positiver Ergebnisse ist es zudem geplant das Spektrum des Labels auf weitere Anwendungsgebiete, wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und Herkunft auszuweiten, sowie eine Übertragung auf andere Pflanzen anzustreben.

„Es ist großartig, dass alle Projektpartner die besten technischen Innovationen einsetzen und sich gegenseitig verstärken. Dank dieser Zusammenarbeit weiß der Verbraucher demnächst, ohne zu kosten, welchen Basilikum-Geschmack er kauft und welcher Geschmack sich am besten für das Gericht eignet, das er zubereiten möchte. Wir sind auf den Geschmack gekommen!“

Leadpartner

PlantLab

Projektpartner

Ocean Optics • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg • ID Factory • Inspe-CT • in vitro vino

Bugelicious Future – Creating Insect Valley

Verantwortlicher regionaler Koordinator · NieKE

„Schon vor Ende des Projektes ist bereits abzusehen, dass „Bugelicious Future“ einen wichtigen Beitrag zum vermehrten, sicheren und aufgeklärten Konsum von Nahrungsmitteln aus Insekten geleistet hat und noch leisten wird“,…

Quelle: Bugfoundation

Quelle: Bugfoundation

…denn die Ergebnisse des Projektes „Bugelicious Future“ sind mehr als zufriedenstellend. Die Nutzung von Insekten als Lebens- und Futtermittel bietet nachweislich Potenziale auf ernährungsphysiologischer Ebene, was dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung entspricht. Ökologisch gesehen können insektenhaltige Lebensmittel ein nachhaltiges Handeln unterstützen, sodass eine Versorgung der ansteigenden Weltbevölkerung durch eine ressourcensparende Lebensmittelproduktion garantiert werden kann. Dennoch sind zwischen den Konsumenten und der Insektenindustrie noch deutliche Barrieren zu erkennen. Insbesondere in der westlichen Welt ist die Verbreitung sehr gering.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Bugelicious Future – Creating Insect Valley“ sollen diese Barrieren analysiert und minimiert werden. Der Leadpartner Bugfoundation arbeitet dafür mit verschiedenen Projektpartnern zusammen. Dabei erfolgt eine Analyse entlang der Wertschöpfungskette, von der Insektenzucht bis hin zum Insektenprodukt unter Einbeziehung von Qualität, Hygiene, Nachhaltigkeit und Attraktivität. Mit der Herstellung eines Insektenburgers aus Mehlwürmern ist es gelungen ein kostenoptimales und durch den Verbraucher akzeptiertes Produkt herzustellen, welches zukünftig einen entscheidenden Part in der Großproduktion einnehmen kann. Der Großhändler Metro plant bereits den Vertrieb der Insektenburger in den Niederlanden. Zudem ist dort der Burger in vielen Restaurants schon auf der Speisekarte zu finden.

Leadpartner

Bugfoundation Krämer/Özel GbR

Projektpartner

CJ Wildbirds Food Ltd./Vivara • Proti-Farm R&D BV • Walke Trade & Consult GmbH • DIL e.V.

Entwicklung einer Produktionseinheit für eine hochqualitative Trocknungsmethode

Verantwortlicher regionaler Koordinator · LIOF

Der Begriff „Wegwerfgesellschaft“ findet heutzutage eine alltägliche Verwendung und kritisiert das Verhalten der Gesellschaft in Bezug auf dessen Lebensmittelverwendung und -verwertung. Besonders hoch sind die Verluste an Agrarerzeugnissen, wie Obst- und Gemüseprodukten, im Lebensmitteleinzelhandel. Entsprechen die Produkte nicht den Ansprüchen eines Frischeproduktes, werden sie entsorgt bzw. gar nicht erst in die Regale des LEHs aufgenommen.

Im Rahmen von FOOD2020 soll dieses verschwenderische Handeln minimiert werden, indem aufgrund des Aussehens aussortierte aber weiterhin hochwertige Produkte nicht auf dem Müll landen. Im Innovationsprojekt „Future Food Drying“ entwickelt Inter-Solution in Kooperation mit GKS Packaging, Mercatronics und Nomosan ein innovatives und nachhaltiges Trocknungsverfahren. Ziel ist es für den Trocknungsprozess der Agrarerzeugnisse eine entsprechende Anlage zu entwickeln. Dessen Verfahren soll mit geringem energetischem Aufwand keine Verbrennungen am Produkt erzeugen, sondern lediglich diesem die Feuchtigkeit entziehen. Dadurch bleiben die Qualität, hinsichtlich Geschmack, Geruch, Farbe, sowie Nähr- und Inhaltsstoffe, erhalten und eine Haltbarkeit kann garantiert werden. Durch neue Verwendungsmöglichkeiten der vorher aussortierten Produkte kann gezielt einem Verschwendungspotenzial entgegengewirkt werden.

Durch die einzigartige Trocknungsmethode ergeben sich viele zukünftige Potenziale zur Verarbeitung von Agrarerzeugnissen. Darüber hinaus kann das Verfahren auch auf andere Bereiche übertragen werden. Der Pharma- und Futtermittelsektor profitiert unter anderem bei der Medikamenten- und Futtermittelherstellung von dem Trocknungsverfahren und ermöglicht dadurch effiziente Verwendungs- und Verwertungsmöglichkeiten.

Leadpartner

Inter-Solution BV

Projektpartner

mercatronics GmbH • GKS Packaging • Nomosan

Entwicklung einer Schaumdüse sowie einer Mess- und Regelapparatur für Hochexpansionsschaum für Anoxieanwendungen in der Viehhaltung

Verantwortlicher regionaler Koordinator · Oost NV

Quelle: Anoxia

Quelle: Anoxia

Die Schweine- und Geflügelhaltung ist in Deutschland und den Niederlanden sehr stark ausgeprägt. Jeden Tag werden zahlreiche Tiere geschlachtet, um die Fleischwarenindustrie zu versorgen. Dabei ist das Tierwohl ein häufig stark diskutiertes und kritisiertes Thema. Zum einen wird sich dabei auf die gezielte Schlachtung bezogen, zum anderen geht es um die Frage, was mit den Tieren passiert, die, aufgrund ihrer Sensibilität, nicht lebensfähig sind und es nicht bis zur Schlachtung schaffen.

Mit dem Thema, Tieren ein würdiges Ende zu erweisen, beschäftigt sich das niederländische  Unternehmen Anoxia BV. Seit 2005 entwickeln sie dafür eine Schaumtechnologie. Kranke und geschwächte Tiere werden mittels Stickstoff betäubt, der in  Form von Schaum in die Luftröhre des Tieres eingeschleust wird. Ziel ist dadurch die vielen manuellen Tötungen zu unterbinden. Betriebe können das Gerät flexibel als Dienstleistung in Anspruch nehmen oder eine direkte Installation im Stall bevorzugen.

In FOOD2020 fungiert Anoxia als Leadpartner in einem Innovationsprojekt. Gemeinsam mit den deutschen Unternehmen AVT Innovation & Services GmbH und der Josef Pulsfort KG haben sie das Verfahren der Schaumtechnologie optimiert. Die Ergebnisse dazu sind sehr vielversprechend. Durch umfangreiche Analysen und Verbesserungen des Schaumgenerators und der -bildung lässt sich nun auf ein großes Erfahrungsspektrum zurückgreifen, sodass eine noch bessere Steuerung des Schaums individuell zum Tier garantiert werden kann. Anoxia hat bereits für die Anwendung ein Patent angemeldet.

Da der Anschaffungswert des Gerätes gering und die Funktionsweise zur Anwendung leicht zu verstehen ist, ist das Marktpotenzial sehr gut. Darüber hinaus ist es Anoxia gelungen das Anwendungsgebiet auszuweiten. Etablierte internationale Unternehmen aus dem Schweine- und Geflügelsektor, sowie Veterinärbehörden haben bereits Interesse an der Schaumtechnologie gezeigt.

“Die Partner in diesem INTERREG-VA-Projekt ergänzten sich gegenseitig in den Bereichen Technologie, Maschinenbau und Anwendungen. Jetzt verfügen wir über marktreife Produkte  mit besseren Leistungen bei niedrigeren Kosten. Überdies wurde durch das Projekt der Zugang zum deutschen und zum niederländischen Markt verbessert, was auch dem großen Aufmerksamkeitswert bei Behörden und Kunden von INTERREG zu verdanken ist. Dank der guten Betreuung seitens der Oost NL und dem DIL ist alles reibungslos abgelaufen.“

Leadpartner

Anoxia B.V.

Projektpartner

Josef Pulsfort Maschinen und Förderanlagen KG • AVT Innovation & Services GmbH

Weitere Informationen

Biobasierte Verpackungsfolien für biologische Lebensmittel

Verantwortlicher regionaler Koordinator · FPI

Quelle: agaDAMPFMOHN

Quelle: agaDAMPFMOHN

Ein Blick in den LEH reicht um festzustellen, dass der Anteil an Bioprodukten in der Obst- und Gemüsetheke in den letzten Jahren größer geworden ist. Gründe dafür sind das ansteigende Gesundheits- und Qualitätsbewusstsein der Bevölkerung, sowie der Sinn zur Förderung eines nachhaltigen Handelns. Beim zweiten Blick fällt auf, dass diese Nachhaltigkeit im Prinzip nicht durch den Kauf unterstützt werden kann. Der Grund: Qualitativ hochwertige Bioprodukte werden in herkömmlichen „Erdöl“-Folien verpackt.

Innerhalb FOOD2020 soll mit dem Innovationsprojekt „Biobasierte Verpackungslösungen“ der erste Schritt in Richtung biobasierter und kompostierbarer Verpackungen für Lebensmittel gemacht werden. Am Beispiel einer Verbundfolie setzt sich der Leadpartner Bio4Pack gemeinsam mit den niederländischen Unternehmen Euroflex BV und Bio4Life BV, sowie den deutschen Projektpartnern agaSAAT GmbH und Meitron GmbH mit dem Thema auseinander. Dabei muss die Folie den hohen Anforderungen der Lebensmittelsicherheit gerecht werden und typische Eigenschaften, wie eine Wasser- und Sauerstoffbarriere, Produktstabilität, einfache Nutzung, etc. aufweisen. Ziel ist es eine Zertifizierung nach EN 13432 (industriell kompostierbar) und/oder EN 16785 (biobasiert) zu erhalten.

Die Ergebnisse zur Entwicklung der Verbundfolie sind sehr vielversprechend. Beispielhaft werden im Projekt Dampfmohn und Sonnenblumenkerne abgepackt. Dem Projektkonsortium ist es gelungen eine Folie herzustellen, bei der keine Unterschiede zu herkömmlichen Folien festzustellen sind. In der Anwendung weißt die Folie u. a. in der Musterabfüllung, der Klebefestigkeit und der Siegeltemperatur optimale Ergebnisse auf. Aussagen über mögliche Auswirkungen auf die Sensorik der Produkte können bis jetzt noch nicht gemacht werden, da entsprechende Tests andauern. Werden bei diesen Tests optimale Ergebnisse erzielt, erfolgt eine schnellstmögliche Integration der biobasierten Folie in die Lebensmittelproduktion.

Leadpartner

Bio4Pack GmbH

Projektpartner

Bio4Life BV • EuroFlex Printing Holland BV • agaSAAT GmbH • Meitron Trockenmischungen GmbH

Fastdrop2safelyflavour · Fast acidification of lactic acid bacteria to enhance microbial safety and taste

Verantwortlicher regionaler Koordinator · NOM

Die Lebensmittelsicherheit ist ein wichtiger Bereich in der Lebensmittelindustrie. Eine Vielzahl von Projekten und Machbarkeitsstudien im Rahmen von FOOD2020 setzen sich mit dieser Thematik auseinander.

Insbesondere bei Produkten tierischen Ursprungs versuchen die Unternehmen kontinuierlich die Qualität in der Verarbeitung zu erhöhen und somit die Sicherheit der Produkte zu verbessern. Bei der Herstellung von Rohwurstprodukten kann ein nicht optimal verlaufender Fermentationsprozess zum einen zu Geschmackseinbußen führen und zum anderen die mikrobielle Belastung deutlich erhöhen. Aufgrund der hohen Qualitätsstandards in der Lebensmitteluntersuchung entsteht zunächst keine Gefahr für den Verbraucher, da die routinemäßigen Untersuchungen diese Mängel aufdecken würden. In beiden Fällen käme es zur Entsorgung der Produkte. Obwohl der Fermentationsprozess von Fleischwaren seit vielen Jahren nach demselben Prinzip erfolgt, gibt es eine Vielzahl von innovativen Ansätzen diesen Prozess sicherer zu gestalten.

In dem Innovationsprojekt „Fastdrop2safelyflavour“ erarbeitet Microbial Analysis BV gemeinsam mit IP&D, direct starterculturen gmbh und Meatcracks Möglichkeiten, um diesen Fermentationsprozess zu optimieren. Durch die verbesserte Wirkung der Milchsäurebakterien, die für die Absenkung des pH-Wertes in den Fleischprodukten verantwortlich sind, kann die Sicherheit der Produkte verbessert werden. Schädliche Keime können sich in einer sauren Umgebung nicht vermehren. Je schneller ein Produkt demnach in den unkritischen pH-Bereich überführt wird, umso sicherer wird das Produkt.

Ziel des FOOD2020-Projektes ist es den Prozess so weiterzuentwickeln, dass sowohl geschmacklich bessere als auch sicherere Produkte hergestellt werden können. Die Arbeit mit lebenden Organismen ist komplex und viele Faktoren haben Einfluss auf die Wirkung von Milchsäurebakterien in Fleischprodukten. Aufgrund der umfangreichen Analysen und der Vielzahl an Parametern werden aussagekräftige Ergebnisse erst am Ende des Projektes erwartet.

Leadpartner

Microbial Analysis BV

Projektpartner

Meat Cracks Technologie GmbH • Indepentend Powder & Drying Experts • direct starterculturen GmbH

Themenfeld 2 · Nachhaltige Produktion von Lebensmitteln

Themenfelder_2

Identifikation von Verschwendung in der Wertschöpfungskette der Lebensmittelverarbeitung - LCA in Food

Verantwortlicher regionaler Koordinator für Themenfeld 2 · NieKE

Quelle: DIL

Quelle: DIL

Ökobilanz-Siegel sind heutzutage auf vielen Lebensmittelverpackungen zu finden. Das Thema Nachhaltigkeit ist zu einem bedeutenden Faktor bei Verbrauchern, der Industrie und den Gesetzgebern geworden. Doch viele Unternehmen wissen zum großen Teil nicht, was deren Prozesse und Produkte für Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die EU versucht die Flut an unterschiedlichen Umweltlabeln und Öko-Siegel zu begrenzen und das Life Cycle Assessment, kurz LCA, als einheitliches Verfahren zu etablieren.

Im Rahmen des Innovationsprojektes „LCA in Food“ erhalten KMU aus der Projektregion kostenlos eine Ökobilanz (Life Cycle Assessment Analyse) eines Produktes oder Prozesses. Koordiniert wird das Projekt von Fovation Food & Innovation Consultancy. Die LCA-Analysen führen das niederländische Unternehmen Ecomatters B.V. sowie das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik durch. Sie stehen im engen Kontakt mit den teilnehmenden Unternehmen und geben ihnen auf Basis der Ergebnisse Handlungsempfehlungen zu Prozess- oder Produktoptimierungen.

KMU haben häufig nicht die Möglichkeit eine Nachhaltigkeitsstrategie durchzuführen, die alle geforderten ökologischen Aspekte miteinbezieht. Mit der LCA-Analyse lassen sich alle Umweltauswirkungen des gesamten Produktlebens von der Ernte der Rohstoffe über die Produktion bis hin zur Entsorgung  sehr gut darstellen und bewerten. In dem Projekt werden 10 KMU an die Thematik herangeführt und erhalten Unterstützung bei der Entwicklung eines Konzeptes zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb. Langfristig kann dadurch der Energie- und Ressourcenverbrauch und somit die Kosten und Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden.

Das Interesse an einer LCA-Analyse ist bei vielen deutschen und niederländischen Unternehmen groß. Bis jetzt ergaben sich nach erfolgreicher Durchführung unterschiedliche ökologische Bilanzen. Die Aussagen dieser Ergebnisse sind mehr als zufriedenstellend. Beispielhaft dafür steht die LCA-Analyse der Meitron GmbH in Zusammenarbeit mit der Stemmler-Glutamal GmbH. Ziel war es die Umwelteinflüsse pflanzlicher Wurst im Vergleich zu Schweinefleischwurst zu bilanzieren. Durch die Herstellung pflanzlicher Wurst besteht ein hohes Einsparpotenzial in der Umweltbelastung, trotz ähnlicher Verarbeitungstechniken. Die Umweltbelastung kann somit verringert werden, wenn weniger umweltbelastende Rohstoffe verwendet werden.

Leadpartner

Fovation Food & Innovation Consultancy

Projektpartner

Ecomatters B.V. • DIL e.V. • DJB Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH • Meitron Trockenmischungen GmbH • Maallust BV • Living Foods BV • Boer aan Tafel • Rethink Resource GmbH • Wernsing Feinkost GmbH

Informationen zum Projekt

Themenfeld 3 · Verbesserte Arbeitsbedingungen

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Verbesserung der Hygiene in der Milchwirtschaft - Hygiene in Dairy Industry

Verantwortlicher regionaler Koordinator für Themenfeld 3 · NOM

Die hygienischen Anforderungen bei der Herstellung von Milcherzeugnissen sind in der gesamten Wertschöpfungskette extrem hoch. Nur so besteht eine Garantie für qualitativ hochwertige und gleichzeitig sichere Produkte. Die positiven Effekte einer guten Betriebshygiene in Bezug auf die Sicherheit der Produkte haben aber insbesondere in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter durchaus auch negative Folgen. Der permanente Kontakt der Mitarbeiter mit Reinigungsmitteln zur Herstellung der geforderten Betriebshygiene stellt eine nicht unerhebliche Belastung dar.

Das Innovationsprojekt „Hygiene in Dairy Chain“ beschäftigt sich im Rahmen von FOOD2020 mit der Verbesserung der Hygiene in milchverarbeitenden Betrieben. Das Institut für Lebensmittelqualität LUFA Nord-West ist Leadpartner des Projektes und kooperiert mit verschiedenen niederländischen und deutschen Unternehmen. Ziel des Projektes ist es gemeinsam mit milchverarbeitenden Unternehmen innovative Prozess- und Produktinnovationen zu entwickeln, die auf der einen Seite ein höchstes Maß an Sicherheit garantieren, auf der anderen Seite aber die Arbeitsbedingungen der einzelnen Mitarbeiter verbessern. Innovative Oberflächen oder Systeme zur kontinuierlichen Bestimmung der bakteriellen Belastung und der darauf abgestimmte Einsatz von Reinigungsmittel sind nur zwei Beispiele für die Themen, die im Projekt entwickelt werden.

Leadpartner

Lufa Nord-West, Institut für Lebensmittelqualität

Projektpartner

DJB Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH • Hofmolkerei Gerhard Dehlwes eK. • Heide-Hof GmbH & Co. KG. • Biotransfer B.V. • Wafilin systems • DOC kaas BV • Zuivelrijck BV • Lactotronic BV

Information zum Projekt ‚Hygiene in Dairy Chain‘

Themenfeld 4 · Weiterbildung der Mitarbeiter

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Neue Verfahren und Technologien zur Weiterbildung

Verantwortlicher regionaler Koordinator für Themenfeld 4 · FPI

Quelle: E.KNAX

Quelle: E.KNAX

Weiterbildungen sind ein essentieller Bereich, wenn es um Innovationen bei Technologien und Prozessen und dessen Implementierung im Unternehmen geht. Durch eine zunehmende Automatisierung und steigende Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Qualität  verändert sich das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie. Dafür notwendige Schulungen, durchgeführt als tageweise interne und externe Seminare, Workshops, etc., erfordern einen hohen Plan- und Zeitaufwand und garantieren nicht immer einen Lernerfolg. Die Bereitschaft und die Motivation zur Teilnahme an Schulungen sind sehr unterschiedlich.

Das Softwareunternehmen SynComNet GmbH beschäftigt sich im Innovationsprojekt E.KNAX mit der Entwicklung eines Tools, bei dem Weiterbildungen von Mitarbeitern nach dem Prinzip „playfull learning“ durch die Nutzung von modernen Kommunikationsmitteln, wie Smartphones, Tablets, etc. erfolgen können. Insbesondere das Smartphone hat sich mittlerweile in der breiten Masse durchgesetzt, sodass es sich anbietet Schulungsunterlagen mithilfe einer App den Nutzern zugänglich zu machen. E.KNAX richtet sich gezielt auf die Steigerung der Motivation der Mitarbeiter und auf eine zeitlich unabhängige Nutzung. Dabei werden spieltypische Elemente und Prozesse, wie Highscores, Ranglisten, etc. auf einem spielfremden Kontext angewandt.

Nach umfangreicher Entwicklung befindet sich das System noch in der Testphase in verschiedenen Unternehmen der deutsch-niederländischen Grenzregion. Dennoch haben unter anderem die Handwerkskammer Münster und die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe Interesse an dieser besonderen Schulungsmethode gezeigt. Darüber hinaus arbeitet SynComNet GmbH an einem Konzept, mit dem Unternehmen nach erfolgreicher Durchführung bestimmter Schulungen entsprechende Zertifikate erwerben können.

Leadpartner

SynComNet GmbH

Projektpartner

Wulff Fleisch- und Wurstwarenvertriebs GmbH

Themenfeld 5 · Fachkräftesicherung

Themenfelder_5

Zusammenführung von Hochschulabsolventen und KMU-Agrofood-Unternehmen über ein internationales Traineeship-Programm

Verantwortlicher regionaler Koordinator für Themenfeld 5 · Food Valley NL

In allen Branchen ist der Fachkräftenachwuchs ein viel diskutiertes Thema. Durch eine fortschreitende Globalisierung sind Unternehmen auf Fachkräfte mit einem weiten Wissensspektrum und internationaler Erfahrung angewiesen. Dadurch können Unternehmen langfristig Erfolg verzeichnen und somit eine Wettbewerbsfähigkeit garantieren.

Große Unternehmen im Agro-Food-Sektor haben oftmals weniger Probleme diese Fachkräfte anzuwerben, wobei sich auch diese Unternehmen im Vergleich zu Maschinenbau und Automobilbranche damit schwer tun. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Agri-Food-Sektor haben es schon deutlich schwieriger.

In Kooperation mit dem Leadpartner Food Valley NL wurde ein „International Traineeship Program“ entwickelt, in dem Hochschulabsolventen Kontakte zu KMUs knüpfen. Deutsche und niederländische Unternehmen erhalten dabei die Chance auf bestimmte Zeit (vier bis fünf Monate) junge Studienabsolventen oder Studenten in ihrem Unternehmen einzusetzen und dessen Wissen zu nutzen und neues Wissen zu vermitteln. Für Trainees bietet sich die Möglichkeit neue Aufgabengebiete zu entdecken und sich für einen Arbeitsplatz zu qualifizieren.

Für mehr Informationen stehen die nachfolgenden Dokumente zur Verfügung oder wenden Sie sich direkt an uns:

GIQS e.V.

Tim Mäkelburg

+49 2562 702-58

+31 53 46051-58

t.maekelburg@giqs.org

Leadpartner

Food Valley NL

Projektpartner

Elea Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft mbH • DJB Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH • Running Frames GmbH • Anoxia BV • Sismatec BV • Botanic Bites BV • Distilleerderij de Bronckhorst BV • Veterinair Kenniscentrum Oost Nederland BV • Dachita • Biobite Nederland B.V. • De Klik

Infos Trainee-Programm (Studenten)
Infos Trainee-Programm (Unternehmen)
Prozess FOOD2020 Traineeship-Programm

Graduation Projects:

Graduation project for a student Agricultural Economy
Graduation project for a student Animal Science
Graduation project for a student mechanical engineering/mechatronics/industrial design
Graduation project for a Marketing student
Graduation project for a student Communication/Marketing