FOOD FUTURE DAY

Am 24. Oktober 2017 hat der 7. FOOD FUTURE DAY stattgefunden.

Der FOOD FUTURE DAY holt Arbeitgeber und Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen an einen Tisch und ermöglicht beiden Seiten einen schnellen und unverbindlichen Kontakt. In diesem Jahr waren 25 Unternehmen unterschiedlicher Bereiche aus der Lebensmittelbranche dabei.

Das Recruiting-Event wird durch ein spannendes Rahmenprogramm ergänzt. Unter dem Programmpunkt „Berufsbilder Live“ berichteten acht Absolventinnen und Absolventen über ihren Berufseinstieg, welcher ein bis zwei Jahre zurückliegt. Für die Studierenden ein sehr wichtiger Punkt, denn dort erfahren sie auf Augenhöhe Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Einstieg. Ergänzend dazu bot sich der Bewerbungsmappencheck, der auch in diesem Jahr wieder gut angenommen worden ist. Wer sich über aktuelle Entwicklungen in der Lebensmittelbranche informieren wollte, konnte sich für eine von fünf parallel laufenden Sessions anmelden. Die Themenfelder, über die referiert und diskutiert worden ist, waren: Markt – Produktion – Technologie und Qualität – Qualitätsfaktoren der Ernährung – Biotechnologie. 

Der Verband der Ernährungswirtschaft (VdEW) stellte den mit 1.200 € dotierten Campus-Preis, der die besten studentischen Projekt- oder Abschlussarbeiten auszeichnet. In diesem Jahr wurden vier Studierende für ihre herausragenden Arbeiten geehrt. 

SAVE THE DATE!
8. FOOD FUTURE DAY am 23.10.2018

TERMIN Dienstag, 23.10.2018, 8:30 – 17:00 Uhr, ab 17:00 Uhr gemeinsamer Ausklang

VERANSTALTUNGSORT Hochschule Osnabrück / Campus Haste, Gebäude HR, HA, HB · Oldenburger Landstraße 24, 49090 Osnabrück

VERANSTALTER DIL · Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. und Hochschule Osnabrück

KONDITIONEN Standgebühr für Aussteller (Messestand 9m2) 600€. Die Teilnahme ist für Besucherinnen und Besucher kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten.

CAMPUS PREIS DES VdEW

Im Rahmen des FOOD FUTURE DAYs 2017 stellte der Verband der Ernährungswirtschaft bereits den mit 1.200 € dotierten 7. FOOD FUTURE Campus-Preis, der die drei besten studentischen Projekt- oder Abschlussarbeiten auszeichnet. Aus den eingereichten Vorschlägen wählte eine Jury vorab sechs Arbeiten aus, die hinsichtlich Innovation, Kreativität und Marktorientierung als herausragend zu bezeichnen sind. Sechs Verfasser bekamen die Chance ihre Arbeit vor der Jury und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des FOOD FUTURE DAYs zu präsentieren. In diesem Jahr wurden vier Absolventen ausgezeichnet:

1. Platz: Deniz Keser

„High-Power Ultrasound and High-Shear Pre-Treatment of Spent Coffee Slurry for the Thermal Hydrolysis Process“

2. Platz: Steffen Genesius

„Anwendung von Six Sigma zur Prozessoptimierung bei der Mürbeteigproduktion unter besonderer Berücksichtigung der Ausschussreduzierung. Dargestellt am Beispiel der Conditorei Coppenrath & Wiese KG „

3. Platz

Maren Schulze: „Das Lebensmittel Fleisch im Wandel: Veränderungen seiner Bedeutung in Gesellschaft, Ernährung und Ethik“

Sascha Prus: „Physico-chemical characterization of plant proteins for high-moisture extrusion“

Die Gewinner des Campus-Preises: Maren Schulze, Sascha Prus, Deniz Keser und Steffen Genesius (v.l.n.r.) / Foto: DIL e.V. in Quakenbrück

FFD BERUFSBILDER LIVE

Acht Absolventinnen und Absolventen berichteten über ihren Berufseinstieg. Da ihr eigener Start ins Berufsleben erst ein bis zwei Jahre zurückliegt, konnten sie den Studierenden auf Augenhöhe Tipps und Tricks für einen positiven Einstieg geben.

FFD BEWERBUNGSMAPPENCHECK

In Einzelgesprächen erhielten Studierende, Absolventinnen und Absolventen von den Unternehmen wertvolle Tipps für ihre Bewerbungsunterlagen.

FFD RECRUITING EVENT

Die Lebensmittelbranche gehört zu den größten in Deutschland, Europa und der Welt – ein enormer Jobmarkt der gerade Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern vielfältige Karrieremöglichkeiten bietet. Für Unternehmen stellt die gezielte Ansprache qualifizierter Nachwuchskräfte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Der FOOD FUTURE DAY holt Arbeitgeber und interessierte Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen an einen Tisch und ermöglicht beiden Seiten einen schnellen und unverbindlichen Kontakt.

Folgende Unternehmen haben am 7. FOOD FUTURE DAY teilgenommen:   

Apetito AG
Arla Foods Deutschland GmbH
AVO
Biofino
BIQ
Brabender
Coppenrath & Wiese KG
DIL
Elea
Emsland Group
Foodjobs GmbH
Fuchs
Heidemark
Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH
Kemper
Lindt und Sprüngli GmbH
Meat Cracks Technologie GmbH
Rothkötter
Saturn Petcare GmbH
Sauels
Stockmeyer
Storck
Theo Müller
Vion
Westfleisch SCE bmH

FFD SESSIONS

Im Rahmen des Branchentreffpunkts fanden fünf parallele Sessions statt, in denen zu folgenden Themenfeldern referiert und diskutiert wurde:

Session 1: Markt

Stellenwert der Wirtschaftsingenieurausbildung für die Marktorientierung von Unternehmen

In der diesjährigen Marktsession des Food Future Day steht der Wirtschaftsingenieur im Mittelpunkt. Die bewusst provokant gewählte Leitfrage soll lauten: „Sind Wirtschaftsingenieure die besseren BWLer?“. Im Rahmen der Session soll diese Frage speziell für marktorientierte Profile beleuchtet und diskutiert werden. Dazu werden ehemalige Studierende des Studiengangs BLP, die seit Kurzem in der Lebensmittelpraxis tätig sind, ihre persönliche Erfahrung und Einschätzung zu dieser Frage vorstellen. Hier werden sowohl positive als auch negative Aspekte in Form von Verbesserungsvorschlägen diskutiert. Im Rahmen eines Workshops mit allen Teilnehmern der Session werden zudem Ideen für interdisziplinäre Formen in der Lehre sowie praxisorientierte Projekte erarbeitet und vorgestellt. Die Session wird durch einen Vortrag von Frau Bianca Burmester von foodjobs.de zum Thema Karriere und Gehalt in der Lebensmittelbranche eingeleitet. Prof. Dr. Ulrich Enneking stellt zudem die Ergebnisse der diesjährigen Alumnibefragung zum Thema Berufseinstieg in der Lebensmittelbranche vor.

Raum: HB0018

Session 2: Produktion

Aktuelle Themen aus Controlling, Produktion und Logistik

In der Session Produktion werden die Aspekte der Lean-Production anhand zweier Anwendungsfelder exemplarisch in ihrer praktischen Umsetzung thematisiert. Für die Kaffee-Industrie wird zuerst ein Konzept der autonomen Instandhaltung mittels selbststeuernder mitarbeiterfokussierter Prozesse behandelt (Sebastian Kerbstadt, Jacobs Douwe Egberts). Für die Vielzahl der produktionsbegleitenden Verwaltungsaufgaben wird als zweites Schwerpunktthema ein Ansatz der Lean-Production in diesem speziellen Anwendungsumfeld vorgestellt (Anika Behrens, Hochschule Osnabrück). In der anschließenden Diskussion können einzelne Aspekte weiter vertieft werden.

Raum: HD0011

Session 3: Technologie und Qualität

Recycling und Verwertung von Lebensmittelverpackungen

Die Verpackungsentsorgung bzw. das Recycling von Verpackungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch in den Medien und im alltäglichen Leben kann man dies wahrnehmen (Meeresvermüllung, Kaffeebecher etc.). In dieser Session soll vermittelt werden,

  • welche Verwertungswege die gebrauchten und eingesammelten Verkaufsverpackungen gehen,
  • welche Probleme und Herausforderungen es beim Recycling der unterschiedlichen Materialien gibt und
  • worauf bereits beim Design von Verpackungen im Hinblick auf die Recyclingfähigkeit geachtet werden kann.

Dabei können die an dieser Session teilnehmenden Personen die Funktionsweise einer Sortieranlage auch mittels virtuellem 3D-Rundgang durch eine Sortieranlage (cycle space) kennenlernen.   Folgende Referentinnen freuen sich auf eine rege Diskussion mit dem Auditorium: Christina Schulz (Dipl.-Ing) Projektmanagerin Nachhaltigkeit, Qualität & Umwelt DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG   Dr. Ina-Maria Becker Produktmanagerin Marketing, Vertrieb Der grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH

Raum: HB0001

Session 4: Qualitätsfaktoren der Ernährung

„Qualität ist das beste Rezept“ – welche Qualitätsfaktoren machen Lebensmittel erfolgreich?“

In dieser Session werden die verschiedenen Perspektiven auf die Qualitätsfaktoren der Ernährung und damit auch der Erfolg von Lebensmitteln im Markt betrachtet. Aufgrund der Vielfältigkeit dieser unterschiedlichen Perspektiven auf die Lebensmittelqualität startet die Session mit einem Überblick darüber, welche Qualitätsfaktoren generell Lebensmittel erfolgreich werden lassen können (Vortrag von Dr. Sabine Bornkessel, Hochschule Osnabrück und Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik). Dazu gehören sowohl unternehmensinterne Faktoren wie zum Beispiel eine kundenorientierte Forschung & Entwicklung oder ein verbraucherfreundliches Reklamationsmanagement als auch äußere Faktoren wie zum Beispiel rechtliche Rahmenbedingungen oder am Lebensmittelproduktionsprozess interessierte Stakeholder. Zwei weitere mögliche Blickwinkel auf die Qualität von Lebensmitteln werden in den folgenden Vorträgen näher betrachtet: Erstens erläutert Oliver Eck (TÜV NORD CERT GmbH) den Einfluss von verschiedenen Zertifizierungen auf die Lebensmittelqualität. Zweitens berichtet Diana Röwer (GEORG PLANGE) aus ihrem Alltag in der Qualitätssicherung eines Unternehmens, das den Rohstoff für viele weiterverarbeitete Lebensmittel herstellt und damit wie bereits der Rohstoff die Qualität der Endprodukte entlang der Wertschöpfungskette beeinflussen kann.

Raum: HB0019

Session 5: Biotechnologie

Produkt- und Prozessinnovationen in der Getränketechnologie

In der Session werden aktuelle Forschungsprojekte und Entwicklungen in der Getränketechnologie diskutiert. Die Herstellung qualitativ hochwertiger Frucht- und Gemüsesäfte erfordert die Auswahl geeigneter Verfahren für die Fest-Flüssig Trennung. Die kontinuierliche Betriebsweise in Abwesenheit von Sauerstoff stellen wesentliche Vorteile der Unterdruckfiltration dar. Die Technologie wird durch einen Beitrag durch Herrn Uwe Pfalzgraf von der Fa. VACULIQ GMBH & Co. KG vorgestellt. Um die dadurch erreichte Produktqualität über Transport und Vertrieb bis zum Kunden zu erhalten sind geeignete Haltbarmachungsverfahren erforderlich. Die Möglichkeiten des Einsatzes nicht-thermischer Verfahren werden durch einen Beitrag von Julian Witt von der Fa. Elea GmbH aufgezeigt. In der Brauindustrie fallen große Mengen an Biertreber als Nebenprodukt an, der sich durch einen geringen Anteil löslicher Bestandteile auszeichnet. Am DIL wurde in Kooperation mit der TU München der Einsatz einer hydrothermalen Spaltung untersucht. Das im Rahmen der Session durch Martina Kiessling vorgestellte Verfahren erlaubt eine Hydrolyse von Biopolymeren und eine Nutzung als Fermentationssubstrat und Grundstoff zur Entwicklung von Getränken.

Raum: HR 0005-6

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